Über mich

AR_2014_252pxGeboren in Düsseldorf und aufgewachsen in Kaiserslautern, habe ich in Marburg und Berlin Politologie, Medienwissenschaften und Japanologie studiert und nach einem Zwischensemester in Tokyo am Berliner OSI meinen Abschluss als Diplom-Politologe gemacht.

Die meiste Zeit meines Lebens habe ich freiberuflich gearbeitet – während des Studiums journalistisch, später dann als Verlagsdienstleister, Lektor, Übersetzer und Redakteur. 1996 bin ich nach Wiesbaden gezogen und habe in einem Frankfurter Verlag in den Bereichen Marketing und IT gearbeitet. Ab 1998 war ich als PR-Berater für eine Wiesbadener Agentur tätig und habe aus erster Hand den Aufstieg und auch den Niedergang der New Economy miterlebt. Ab 2002 war ich als freiberuflicher Intelligence Analyst im Bereich Wettbewerbsbeobachtung tätig, habe zusammen mit Kollegen den deutschen Ableger des internationalen Berufsverbandes SCIP gegründet und 2006 ein Fachbuch zum Thema Competitive Intelligence veröffentlicht.

An Politik war ich schon während der Schulzeit interessiert, politisiert wurde ich Anfang der Achtziger in der Auseinandersetzung um die NATO-Nachrüstung und die Debatte um die Gefahren der Atomenergie. Ich kann mich noch gut erinnern, mit meinem Ethiklehrer nach dem Unterricht noch stundenlang im Treppenhaus des Rittersberg-Gymnasiums gestanden und heftig diskutiert zu haben… Ich war begeistert vom Aufstieg der Grünen und konnte – trotz der Turbulenzen und inneren Auseinandersetzungen der ersten Jahre – sogar meine Eltern dazu bewegen, Grün zu wählen.

Ziemlich lange wollte ich mich parteipolitisch nicht engagieren, weil ich mir eine innere Unabhängigkeit bewahren wollte, bis ich dann in den Neunzigern in Berlin die Fänge der Steglitzer Grünen geriet und mich dazu entschloss, endlich mitzumachen – und das gleich als Kandidat für die Bezirksverordnetenversammlung. Irgendwann nach meinem Umzug nach Wiesbaden kam ein hektischer Anruf aus Berlin – ich solle schnell ein Fax unterschreiben und zurücksenden, dass ich auf mein Mandat verzichte, weil ich sonst als Nachrücker dran gewesen wäre.

Nach einer längeren, berufsbedingten Abstinenz hat mich das Fieber dann Anfang 2010 wieder gepackt – auf den Tag genau 30 Jahre nach Gründung der Grünen gab ich meinen Aufnahmeantrag in Wiesbaden ab. Dann ging alles ganz schnell: Mitglied im neu gegründeten Arbeitskreis „IT und Digitale Agenda“, LAG Medien und Netzpolitik, Delegierter für die BAG Medien und Netzpolitik, Mitgründer der AG Grüne Amerikapolitik mit Omid Nouripour, ab Ende 2010 (bis April 2014) Mitglied des Vorstands der Wiesbadener Grünen (und zwischenzeitlich Kandidat für das Stadtparlament). 2011 haben wir die Gruppe „Grünes Wissen“ gestartet, die als lokaler Thinktank Veranstaltungen zur grün-internen Weiterbildung organisiert, und natürlich Kommunalwahlkampf gemacht, der unter dem Motto „Zeit für mehr Grün“ und unter dem Eindruck der Dreifach-Katastrophe von Fukushima mit einem sensationellen Ergebnis zu 16 grünen Stadtverordneten führte. 2012 war geprägt durch die Mitarbeit in weiteren Gremien und Arbeitsgruppen (Kernteam zur OB-Wahl, LAG ChristInnen, BDK). Ab Ende 2012 (bis Juni 2014) war ich Sprecher der LAG Medien und Netzpolitik.

Ende Januar 2013 wurde ich dann bei zwei GegenkandidatInnen mit knapp 80% zum Direktkandidaten der Wiesbadener Grünen für den Bundestag nominiert und mit einem einstimmigen Votum des Kreisverbandes für die Landesliste unterstützt. Die LAG Medien und Netzpolitik unterstützte mich ebenfalls mit ihrem Votum. Auf der Landesmitgliederversammlung am 25.5.2013 hat es dann leider nicht für einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste zur Bundestagswahl gereicht – trotzdem bin ich gerne im Wahlkampf gegen die damalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder angetreten.

Ab Ende 2013 war ich als Beisitzer im Landesvorstand der hessischen Grünen tätig und habe sehr gerne in dieser Funktion die erste schwarz-grüne Koalition in einem Flächenland begleitet und mitgestaltet.

Seit September 2014 bin ich aus beruflichen Gründen die meiste Zeit des Jahres im Ausland, ich arbeite im Bereich Corporate Planning eines großen Energieunternehmens.

 

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