Meine Bewerbung als Besitzer im Landesvorstand der hessischen Grünen

LMV2013Morgen findet in Frankfurt die Landesmitgliederversammlung statt, auf der der schwarz-grüne Koalitionsvertrag diskutiert wird – und ein neuer Landesvorstand gewählt wird. Hier meine Bewerbung als Beisitzer aus dem Reader:

Liebe Freundinnen und Freunde,

mit der ersten schwarz-grünen Koalition in einem Flächenland schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte unserer Partei auf. Ich mache mir da keine Illusionen – das wird in den nächsten Monaten und Jahren sicher nicht so glatt und geräuschlos wie bei der Sondierung und den Koalitionsverhandlungen ablaufen.

Wir müssen uns darauf einstellen, von unseren Wählern und von der Opposition, aber auch von der bundesdeutschen Öffentlichkeit als Modell für eine neue strategische Option ganz genau unter die Lupe genommen zu werden. Hinzu kommt, dass das jahrzehntelang aufgebaute, gut begründete und liebevoll gehegte Misstrauen zwischen den neuen Koalitionspartnern nur durch gegenseitigen Respekt und sachliche Diskussionen überwunden werden kann.

Ich bin aber sehr optimistisch, dass wir damit Erfolg haben werden. Und zwar aus mehreren Gründen: Erstens decken wir mit unseren Ressorts in der Landesregierung unsere Kernkompetenzen ab – die Menschen werden feststellen: starke GRÜNE sind gut für Hessen. Zweitens glaube ich, dass wir unter Bezug auf unsere Grundwerte mit dem Koalitionspartner viel mehr Anknüpfungspunkte und Überschneidungen haben, als uns das im Moment bewusst ist. Und drittens wird auch die hessische CDU entdecken, wie weit ihre Wahlkampfklischees nicht nur von uns, sondern auch von der gesellschaftlichen Realität in Deutschland entfernt waren.

Ich kann mir kaum etwas Spannenderes vorstellen, als in dieser Situation im Landesvorstand die kommunikative Schnittstelle zwischen der Basis und den Akteurinnen und Akteuren in der Regierung zu sein.

Impulse aus der Partei aufnehmen, Interessen klar formulieren und transportieren und nicht zuletzt Missverständnisse frühzeitig klären, damit das grüne Profil erhalten, ausgebaut und wahrgenommen wird – das erwarte ich vom neuen Landesvorstand, und diesen Herausforderungen würde ich mich dort selbst gerne stellen.

Ein paar Infos zu mir: Ich bin Jahrgang 1965, verheiratet, und wir haben zwei Söhne (11 und 16 Jahre alt). Nach meinem Studium der Politikwissenschaft war ich lange in der Medienbranche tätig und arbeite seit über zehn Jahren als Analyst im Bereich Wettbewerbsbeobachtung.

Ich wähle Grün, seit es geht, habe mich erstmals in den Neunzigern für die Grünen in Berlin engagiert und bin seit drei Jahren im Vorstand des Wiesbadener Kreisverbandes. Überregional bin ich Sprecher der LAG Medien und Netzpolitik, Delegierter für die entsprechende BAG, den Parteirat und die BDK, bin mit Omid eines der Gründungsmitglieder des AK Grüne Amerikapolitik und als Direkt- und Listenkandidat bei der letzten Bundestagswahl angetreten. Netzpolitik und Geheimdienstkontrolle sind meine inhaltlichen Spezialgebiete. Mein Motto nach wie vor: Schlechte Laune ist ein Denkfehler!

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