Bündnis für Demokratie in Wiesbaden

bnhGestern haben wir als Wiesbadener Grüne an der feierlichen Erstzeichnung des Leitbildes des Wiesbadener Bündnisses für Demokratie teilgenommen, das sich vor drei Jahren nach einem NPD-Aufmarsch in Wiesbaden gegründet hat und von Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche, des DGB, der AWO sowie von verschiedenen Parteien getragen wird. Es setzt sich öffentlich für Demokratie, Toleranz, Pluralismus und Menschlichkeit ein.

Für unsern Vorstand hat Maike Bußmann unterzeichnet. Sehr spannend fand ich den Vortrag von Dr. Reiner Becker (Universität Marburg), der als Leiter des „beratungsNetzwerk hessen – Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ von Erfahrungen mit rechtsextremistischen,antisemitischen oder fremdenfeindlichen Vorkommnissen in Hessen berichten. Das Netzwerk berät und unterstützt Opfer sowie deren Familien und Gemeinden beim Umgang mit entsprechenden Konflikten und kann dabei auf einen Pool von 25 Beratern zurückgreifen, die schnell und vor Ort Hilfe in unterschiedlichsten Problemlagen anbieten. Zum Trägerkreis des Netzwerks gehören 29 zivilgesellschaftliche, aber auch staatliche Organisationen.

Nach der Aufdeckung der NSU-Morde scheint der Verfassungsschutz übrigens die Erfahrungen und Erkenntnisse von Initiativen und privaten Organisationen erstmals wahrzunehmen und anzuerkennen – eine Entwicklung, die im Sinne des von der grünen Bundestagsfraktion entworfenen Papiers über die Reform des Verfassungsschutzes nur zu begrüßen ist.

Facebook Like

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*